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Kurzporträt IHK Chemnitz - Die Region Südwestsachsen im Überblick


Titel: Wirtschaft in Südwestsachsen                 
Herausgebende Kammer: IHK Südwestsachsen
Auflage: 72.000 Stück
Erscheinungsweise: monatlich, DA 1/2 und 7/8
Heftformat: 210 x 280 mm
Mitgliedsunternehmen gesamt: 79.000
HR-zugehörige Firmen: keine Angaben

Im Südwesten des Freistaates Sachsen liegt der Kammerbezirk Südwestsachsen. Auf einer Fläche von rund 6.500 km² leben etwa 1,6 Millionen Einwohner. Der Direktionsbezirk Chemnitz besteht aus vier Landkreisen und der kreisfreien Stadt Chemnitz.

Die wichtigsten überregionalen Verbindungsachsen, die die Region mit dem übrigen Bundesgebiet verbinden, sind die Bundesautobahnen 4, 72 und 14.

Die Stadt Chemnitz (245.000 Einwohner) ist das wirtschaftliche, administrative und kulturelle Zentrum Südwestsachsens. Gemeinsam mit Zwickau (96.000 Einwohner) bildet sie das Zentrum des Verdichtungsraumes „Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau“. Das Gebiet mit etwa 810.000 Einwohnern auf einer Fläche von 1.860 km² ist einer der größten Ballungsräume von Bevölkerung, Gewerbe und Industrie sowie Infrastruktur in ganz Deutschland. Zusammen mit den Ballungsräumen Dresden und Leipzig-Halle bildet Chemnitz-Zwickau die Metropolregion Sachsendreieck. Das Ballungsgebiet befindet sich im südwestlichen Sachsen und erstreckt sich parallel zum Erzgebirgskamm.

Plauen ist mit ca. 68.000 Einwohnern die größte Stadt des Vogtlandes. Sie ist nach Leipzig, Dresden, Chemnitz und Zwickau die fünftgrößte Stadt sowie eines der sechs Oberzentren des Freistaates Sachsen.

Als Wiege des deutschen Maschinen- und Fahrzeugbaus hat die Region eine über 150-jährige Erfolgsgeschichte geschrieben. 1989/90 gab die Volkswagen AG den Startschuss zur Renaissance des Fahrzeugbaus - heute die wichtigste Branche der Region. Volkswagen Sachsen ist das umsatzstärkste gewerbliche Unternehmen sowie der größte Arbeitgeber der neuen Länder. VW produziert in Südwestsachsen in zwei Werken in Zwickau und Chemnitz. In der Region haben sich über 2/3 der Automobilzulieferer Sachsens angesiedelt. Weitere Kernbranchen der Technologieregion sind der Maschinen- und Anlagenbau sowie die IT-Branche, die den mittelständischen Charakter Wirtschaft prägen.

Eine hohe Attraktivität des Standortes für national und international agierende Unternehmen wird durch eine leistungsfähige Infrastruktur in Telekommunikation und Verkehr gewährleistet. Die internationalen Flughäfen Dresden, Leipzig und Altenburg befinden sich in einem Umkreis von 30 bis 90 Kilometern. Die wichtigsten überregionalen Verkehrsachsen sind die Bundesautobahn 72 (Hof)-Plauen-Zwickau-Chemnitz und die Bundesautobahn 4 (Frankfurt/Main-Eisenach-Gera)-Zwickau-Chemnitz-(Dresden-Görlitz).

Die Automobilindustrie mit mehr als 250 Zulieferern bildet eine der modernsten Automotiv-Industrielandschaften Europas. Von Horch, Audi, DKW und Wanderer über den Trabant bis hin zu Volkswagen kann die Wirtschaftsregion auf eine über 100-jährige ununterbrochene Fahrzeugbautradition verweisen. Über 40.000 hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte sind im Bereich Automotive beschäftigt.

Der Maschinen- wie auch der Werkzeugbau sind mit neuen Produkten und Strukturen wieder die tragende Säule der regionalen Wirtschaft. Daraus ergeben sich zahlreiche interdisziplinäre Kooperationsmöglichkeiten zwischen Automobilindustrie, Maschinenbau, Fertigungstechnik, Mechatronik, metallverarbeitender Industrie, Elektro- ,Textil- und Kunststoffindustrie.

Im High-Tech-Sektor finden sich Zulieferer für die Chip-Industrie, IT-Dienstleister mit umfassender Branchenkompetenz in den Bereichen Softwareentwicklung und Internetdienstleistungen sowie Hersteller von Telekommunikationskomponenten. Zwei Drittel der IT-Kompetenz Sachsens mit über 250 Unternehmen und mehr als 5.000 Fachkräften sind in der Region konzentriert.

Die traditionsreiche Textilindustrie hat einen grundlegenden Wandel durchlebt und bestimmt heute u. a. im Bereich der Technischen Textilien den Standard in Deutschland mit.

Technologische Innovationen, d. h. die Umsetzung neuer Ideen in neue Produkte und technische Lösungen sind der Motor des Fortschritts und der Garant für das Wachstum der Region.

Die TU Chemnitz, die TU Bergakademie Freiberg, die Westsächsische Hochschule Zwickau (FH), die Hochschule (FH) Mittweida sowie die drei Berufsakademien in Glauchau, Breitenbrunn und Plauen bieten beste Bedingungen für das Studium, für anwenderorientierte Forschung und enge Kooperation mit den Unternehmen. Etwa 30 Forschungsinstitute sind in Südwestsachsen angesiedelt, darunter z. B. Institute der Fraunhofer Gesellschaft und das Sächsische Textilforschungsinstitut.

Für eine hervorragende Lebensqualität sorgen reizvolle Landschaften, eine anspruchsvolle kulturelle Szene sowie verschiedenste Freizeitmöglichkeiten. Die reiche sächsische Kulturgeschichte ist in zahlreichen Burgen, Schlössern und Museen zu besichtigen. Ein abwechslungsreiches Kulturleben bieten z. B. die Theater, Opernhäuser und Konzertsäle.

Das Erzgebirge und das Vogtland liegen praktisch vor der Haustür. Sie laden sommers wie winters zum Wandern, Radfahren und Skifahren ein. Im Gebirge und im ländlichen Raum leben das Handwerk und die traditionelle Volkskunst. Die Region ist bekannt als Weihnachtsland und zieht insbesondere im Advent mit Weihnachtsmärkten und Bergmannsaufzügen viele Gäste an

Stand: 2008

Link zur IHK Südwestsachsen: www.chemnitz.ihk24.de